Die besten Fotospots auf Madeira
- vor 20 Stunden
- 15 Min. Lesezeit
Dieser Artikel ist Teil des umfassenden Leitfadens zur Fotografie auf Madeira

Es gibt auf Madeira einige unglaubliche Fotoorte, aber um das Beste aus der Insel herauszuholen, musst du den richtigen Ort für die jeweiligen Bedingungen wählen. Ich habe Monate damit verbracht, Madeira zu recherchieren und zu fotografieren, dem Nebel in Fanal nachzujagen, Wolkeninversionen am Pico do Arieiro zu beobachten und das Licht entlang der Küste und in den Bergen zu studieren. Dieser Artikel stellt die besten Fotoorte auf Madeira vor und gibt ausführliche Hinweise dazu, wie du die passenden Bedingungen auswählst, deinen Besuch timst, deinen Shoot planst und zu den Orten gelangst.
Madeira hat eine ungewöhnliche Geografie und ein besonderes Klima, und wenn du verstehst, wie die Bedingungen funktionieren, triffst du bessere Entscheidungen darüber, welche Orte du wann besuchst. Behalte diese drei Faktoren im Kopf:
Mikroklimata verändern alles: Das Wetter dort, wo du bist, kann sich stark von den Bedingungen an deinem Fotoort unterscheiden, selbst wenn er ganz in der Nähe liegt. Sei darauf vorbereitet, mehrere Spots zu prüfen und schnell weiterzuziehen, wenn die Bedingungen nicht passen.
Vorhersagen sind nur ein Anhaltspunkt: Das Wetter ändert sich schnell, wenn Wettersysteme vom Ozean heranziehen und auf die Landschaft treffen, was Vorhersagen schwierig macht. Prüfe die Prognose, aber verlasse dich nicht darauf. Fahre stattdessen möglichst selbst hin oder nutze Madeiras Webcam-System, um die Bedingungen an verschiedenen Punkten rund um die Insel schnell zu überprüfen.
Der Sonnenstand ist entscheidend: Madeiras Lage und Ausrichtung bedeuten, dass verschiedene Orte zu unterschiedlichen Jahreszeiten Licht bei Sonnenauf- und -untergang abbekommen. Prüfe die Position der Sonne, bevor du einen Shoot planst, der auf bestimmtes Licht angewiesen ist.
Inhalt
Fanal

Der Wald von Fanal ist einer der markantesten Fotoorte auf Madeira, bekannt für seine uralten Lorbeerbäume, die aus dem Nebel auftauchen. Er wirkt eher wie eine offene Wiese als wie ein dichter Wald, klein genug, um ihn in fünfzehn Minuten zu durchqueren, aber mit genug einzelnen Bäumen und Formen, um dich mehrere Stunden zu beschäftigen. Das ist mein Fixpunkt auf Madeira; ich prüfe hier regelmäßig, ob Nebel liegt, und komme oft zurück, wenn die Bedingungen passen.
Fotografischer Ansatz
So fotografierst du: Meine liebste Art, Fanal festzuhalten, ist, langsam zwischen den Bäumen umherzugehen und nach Formen und Mustern zu suchen. Einige Bäume sind inzwischen sehr bekannt, aber die Dichte des Nebels verändert die Szene ständig, und beim Weitergehen ergeben sich immer neue Kompositionen.
Objektivwahl: Du brauchst ein Zoomobjektiv im mittleren Brennweitenbereich für die größte Flexibilität, auch wenn manche Szenen mit Weitwinkel wunderbar funktionieren. Für lange Brennweiten gibt es hier nicht viel, besonders im Nebel.
Belichtung: Achte genau auf dein Histogramm. Dichter Nebel schluckt Licht und macht Szenen dunkler, als sie für das Auge wirken. Deine Belichtungseinstellungen können den Nebel dichter oder weniger dicht erscheinen lassen, und es lohnt sich, verschiedene Belichtungen auszuprobieren, um den Effekt zu sehen.
Wetter und Timing
Der Nebelfaktor: Fotos von Fanal funktionieren besonders gut bei nebligen Bedingungen, die die Bäume voneinander trennen und den Hintergrund um ihre verwundenen Äste vereinfachen. Nebel ist nicht garantiert, aber recht häufig, und du hast gute Chancen, wenn du drei oder mehr getrennte Versuche hast.
Unberechenbarkeit: Der Nebel in Fanal entsteht, wenn feuchte Meeresluft beim Aufsteigen an Madeiras steiler Küste abkühlt. Er ist sehr lokal begrenzt, daher schwer vorherzusagen, und von der nahe gelegenen Küste aus lässt sich nicht erkennen, ob es in Fanal Nebel geben wird.
Beste Besuchszeit: Den Sonnenaufgang verbringst du meist besser an der Küste, wo sich das direkte Licht besser nutzen lässt. Ich empfehle, den Sonnenaufgang am Meer zu fotografieren und dann früh am Morgen nach Fanal zu fahren, um die besten Chancen auf Nebel und ruhige Wege zu haben.
Logistik
Zugang: Fanal hat kostenlose Parkplätze und Toiletten vor Ort, etwa zehn Gehminuten vom Zentrum der Wiese entfernt. Es gibt keine Eintrittsgebühren, und der Zugang zum Hauptbereich ist unkompliziert.
Einschränkungen: Zum Schutz des Waldes gibt es in Fanal zunehmend Einschränkungen, darunter neue Absperrbänder, die sicherstellen, dass Besucher auf den markierten Wegen bleiben. Drohnen sind an diesem Ort nicht erlaubt.
Ausrüstung & Komfort: Fanal im Nebel kann feucht sein, und du bist vielleicht ein paar Stunden unterwegs. Auch wenn der Weg leicht ist, nimm wasserdichte Kleidung, gute Schuhe und viele Objektivtücher mit, um mit der Feuchtigkeit klarzukommen. Ich empfehle, das Stativ wegzulassen, damit du schneller auf die wechselnde Sicht im Nebel reagieren kannst.
Ribeira de Janela

Ribeira de Janela ist einer der lohnendsten Küsten-Fotoorte auf Madeira, mit dramatischen Felsnadeln direkt vor der Küste und einem langen Kiesstrand voller Möglichkeiten für den Vordergrund. Auf der Insel gibt es überall schöne Küstenabschnitte, aber Ribeira de Janela bietet eine großartige Kombination aus leichtem Zugang, vielfältigen Vordergründen und genug markanten Elementen, um die Szene in Ruhe zu studieren und kreative, einzigartige Kompositionen zu entwickeln.
Fotografischer Ansatz
Erkunde die Szene gründlich: Komm nicht mit nur einer einzigen Komposition im Kopf an. Nimm dir Zeit, den Strand abzugehen, deine Optionen zu prüfen und zu beobachten, wie die Felsnadeln ihre Form verändern, wenn du dich um sie herum bewegst. Dieser Ort belohnt Zeit und sorgfältiges Nachdenken.
Vordergrundelemente: Nutze den langen Kiesstrand, um nach Vordergründen zu suchen, besonders nach nassen Steinen, Gezeitentümpeln und Linien, die durch die wechselnde Wellenbewegung entstehen.
Objektivwahl: Ein Weitwinkelobjektiv ist hier am nützlichsten, weil du damit nahe Elemente betonen und mehr Möglichkeiten im Vordergrund schaffen kannst. Mittlere und lange Brennweiten können hilfreich sein, aber konzentriere dich zuerst auf die weiteren Ansichten.
Wetter und Timing
Fokus auf den Sonnenaufgang: Ribeira de Janela ist zum Sonnenaufgang am besten, besonders wenn darüber Wolken sind, die etwas Farbe aufnehmen. Plane, eine Stunde vor Sonnenaufgang vor Ort zu sein, um das Beste aus den Farben der Dämmerung herauszuholen.
Sonnenstand: Im Sommer geht die Sonne meist hinter den Felsen auf, in den Übergangszeiten und im Winter rechts davon. Verlasse dich an diesem Ort nicht auf bestimmte Sonnenaufgangsbilder; sie sind je nach Jahreszeit deines Besuchs möglicherweise nicht möglich.
Weitere Möglichkeiten: Ribeira de Janela funktioniert auch bei stürmischem oder bedecktem Wetter. An Tagen mit dichter Bewölkung lohnen sich Schwarzweißaufnahmen oder Studien von Texturen und Formen.
Logistik
Kartenlinks: Ribeira de Janela | Parkplatz
Zugang: Es gibt einen kostenlosen Parkplatz weniger als fünf Gehminuten vom Ufer entfernt. Zu Stoßzeiten ist es am besten, darauf zu warten, dass jemand wegfährt, da Besucher in der Regel nicht lange bleiben.
Sicherheit: Achte an diesem Ort auf starke Dünung und unerwartete Wellen. Behalte den Ozean im Blick, während du Vordergründe fotografierst; selbst wenn du schon seit dreißig Minuten in derselben Position bist, kann dich eine größere Welle überraschen.
Plan in der Nähe: Ein guter Morgenplan ist, Ribeira de Janela zum Sonnenaufgang zu fotografieren und dann direkt nach Fanal weiterzufahren, sobald du das beste Licht eingefangen hast. Die beiden Orte liegen nur zwanzig Minuten auseinander, und es ist nicht ungewöhnlich, an der Küste klaren Himmel und in Fanal Nebel zu haben.
Wanderung von Pico do Arieiro zu Pico Ruivo

Die 7 km lange PR1-Gratwanderung zwischen Pico do Arieiro und Pico Ruivo ist eines der fotografischen Highlights Madeiras und die zugänglichste Route in Madeiras zentrales Gebirge, auch wenn sie immer noch eine anspruchsvolle Wanderung ist. Mit Vorbereitung kannst du die Tour mit Kameraausrüstung angehen, und du findest eine riesige Auswahl an Aussichtspunkten, Graten und Felsformationen zum Fotografieren. Du kannst jeden Gipfel auch separat besuchen, aber die Gratwanderung lohnt sich, wenn du die ganze Bandbreite an Bergkompositionen erleben möchtest.
Fotografischer Ansatz
Objektivwahl: Die Vielfalt auf dieser Route ist die eigentliche Herausforderung, und du wirst wahrscheinlich alles von Weitwinkel bis langem Tele nutzen können. Wenn du deine Ausrüstung reduzieren musst, würde ich ein mittleres Tele priorisieren, um die Grate zu komprimieren, entfernte Gipfel zu isolieren und Wanderer auf dem Weg einzufangen.
Nutze den Weg: Es ist leicht, sich auf die Aussichtspunkte zu konzentrieren, aber der Pfad ist hier eines der besten Motive. Andere Wanderer können den Gipfeln Maßstab geben, und an manchen Stellen funktioniert der Weg gut als führende Linie.
Wandern mit Ausrüstung: Abschnitte des Weges sind steil und schmal, und ein Stativ kann auf dieser Route unhandlich sein. Nimm, wenn möglich, ein leichtes Stativ mit und befestige es an der Rückseite deines Rucksacks, damit dein Gepäck nicht breiter wird.
Wetter und Timing
Wolkeninversionen: Wolkeninversionen sind ein Höhepunkt dieser Wanderung und wirken am eindrucksvollsten bei Sonnenauf- und -untergang, wenn das Licht die Wolken unter dir trifft. Sie sind schwer vorherzusagen, aber an Tagen mit wenig Wind stehen die Chancen am besten, wenn du früh kommst.
Schwierige Bedingungen: Der Weg ist gut instand gehalten, aber Bergwetter ist unberechenbar und potenziell riskant. Wenn du die Wahl hast, besuche ihn an einem Tag mit wenig Regen, und meide tiefe Wolken, die auf dem Grat liegen und die Gipfel vollständig verdecken können.
Licht zum Sonnenaufgang: Beide Gipfel sind großartige Orte für den Sonnenaufgang, aber auch bei anderen Besuchern beliebt. Pico do Arieiro bietet die meisten Kompositionsmöglichkeiten, aber sei auf einen vollen Weg schon vor Sonnenaufgang vorbereitet.
Logistik
Kartenlinks: Ausgangspunkt Pico do Arieiro | Ausgangspunkt Pico Ruivo
Genehmigungen und Sperrungen: Zum Zeitpunkt des Schreibens musst du über Madeiras SIMplifica-Website ein Zeitfenster buchen und eine Genehmigung für den Zugang zur PR1-Route kaufen. Die frühesten Plätze können Tage im Voraus ausverkauft sein, also buche frühzeitig, wenn du früh starten möchtest.
Routenplanung: Die meisten Besucher beginnen am Pico do Arieiro, und es ist am besten, diesem Muster zu folgen, um nicht gegen den Besucherstrom zu laufen. Du kannst die Wanderung als Einwegstrecke machen, wobei Shuttle-Services und Reiseveranstalter beim Rücktransport zum Startpunkt helfen.
Parken: Am Pico do Arieiro gibt es zwei kostenlose Parkplätze. Der obere Parkplatz ist strikt auf eine Stunde begrenzt, also parke zum Wandern besser weiter unten. Auf der Pico-Ruivo-Seite liegt der Hauptparkplatz bei Achada do Teixeira, mit einer zusätzlichen 2 km langen Wanderung zum Gipfel.
Ponta de São Lourenço

Ponta de São Lourenço ist die Ostspitze Madeiras und hat eine karge Landschaft, die sich völlig vom Rest der Insel unterscheidet. Diese schmale Halbinsel ist trocken und exponiert, mit hohen Aussichtspunkten, scharfen Graten und Felsnadeln entlang der Küste. In der Nähe des Parkplatzes gibt es einen unglaublichen Aussichtspunkt für den Sonnenaufgang, und entlang der Halbinsel warten zahlreiche Möglichkeiten für Küstenaufnahmen – ein markanter und zugleich vielseitiger Ort zum Fotografieren.
Fotografischer Ansatz
Sonnenaufgang am Miradouro do Abismo: Beginne am Miradouro do Abismo mit einem weiten Blick auf Ponta de São Lourenço. Das ist mein liebster Ort, um auf der Insel den Sonnenaufgang zu beobachten, und er verändert sich vollständig mit den Wechseln von Licht und Wetter.
Setze die Wanderung fort: Der Weg über die Halbinsel bietet 4 km Küstenvielfalt und ist damit die perfekte Ergänzung zur klassischen Ansicht am Abismo. Arbeite dich an den Klippen entlang vor, um die Halbinsel aus verschiedenen Positionen festzuhalten, und halte auf beiden Seiten sowie zurück in Richtung der Hauptinsel nach kleineren Szenen Ausschau.
Objektivwahl: Die großräumigen Ansichten von Ponta de São Lourenço brauchen ein sehr weitwinkliges Objektiv. Ich musste Aufnahmen bei 14 mm zusammenfügen, um das Bild oben zu erstellen. Allerdings ist die Halbinsel sehr abwechslungsreich, und auf der Route wirst du genauso oft zu mittleren und langen Brennweiten greifen.
Wetter und Timing
Zwei-Besuche-Strategie: Komm zweimal hierher. Zuerst am Nachmittag, wenn die Leute abreisen, um den Aufstieg zum Miradouro do Abismo auszukundschaften, der im Dunkeln vor Sonnenaufgang schwieriger ist. Komm dann noch einmal am Morgen für den Sonnenaufgang am Abismo und einen frühen Start auf dem restlichen Weg.
Bestes Licht: Ponta de São Lourenço zeigt nach Osten, krümmt sich aber leicht nach Süden, sodass der Sonnenaufgang oft Farbe in den Himmel bringt, während das Abendlicht die Klippen von der Seite treffen kann.
Wetterbedingungen: Aufgelockerte Bewölkung ist oft am besten, da fleckiges Licht mehr Tiefe im gleichmäßigen Fels der Halbinsel hervorbringt. Das harte Licht eines klaren Himmels kann die Szene auswaschen.
Logistik
Kartenlinks: Miradouro do Abismo | Ponta do Furado | Parkplatz
Zugang und Gebühren: Entlang der Zufahrtsstraße zur Halbinsel gibt es reichlich Parkmöglichkeiten, aber sie können bis 9 Uhr voll sein. Komm zum Sonnenaufgang oder am Nachmittag, wenn die ersten Besucher für den Tag abreisen.
Die Wanderung: Der Weg ist beliebt und gut gepflegt, aber sehr stark Sonne und Wind ausgesetzt, ohne jede Möglichkeit, dich unterzustellen. Nimm zusätzliche Kleidungsschichten, gutes Schuhwerk und viel Wasser mit. Zum Zeitpunkt des Schreibens fällt für den Weg eine Gebühr von 4,50 € an, die per QR-Code am Eingang bezahlt wird. Die Hauptstrecke über die Halbinsel ist der PR8-Weg.
Versorgung und Einrichtungen: Auf der Halbinsel gibt es nahe dem Ende ein Café mit öffentlichen Toiletten. Das Café schließt normalerweise am Nachmittag, also brauchst du eigene Verpflegung, wenn du später am Tag wandern und den Sonnenuntergang beobachten möchtest.
Ilhéu de Santa Cruz

Ilhéu de Santa Cruz ist eine kleine Felsnadel neben Madeiras internationalem Flughafen und einer der ungewöhnlichsten Küsten-Fotoorte der Insel. Er kann überraschend ruhig sein und steckt voller kreativer Möglichkeiten in dem wirbelnden Wasser und den Mustern im Gestein. Es ist ein unkomplizierter Stopp, wenn du im Südosten unterwegs bist, mit dem zusätzlichen Vorteil, dass du ihn auf dem Weg zum oder vom Flughafen besuchen kannst.
Fotografischer Ansatz
Langzeitbelichtungen: Das hier ist ein winziger Ort, aber du kannst mit Details und Mustern Abwechslung in der Szene finden. Langzeitbelichtungen funktionieren hier gut, besonders um das Wasser um die Felsen weichzuzeichnen und Bewegung in den Vordergrund zu bringen.
Mit den Einschränkungen arbeiten: Auf den Felsen bist du auf drei Seiten vom Meer umgeben und hast hinter dir eine große Flughafenmauer. Diese Abgeschiedenheit kann dir helfen, langsamer zu werden und die Grenzen zu nutzen, um tiefer in die Szene einzutauchen und nach kreativen Möglichkeiten zu suchen.
Das Wetter nutzen: Weite Bilder der Szene funktionieren hier gut, sodass du viel Himmel in dein Bild einbeziehen kannst. Das macht den Ort gut geeignet, um den Himmel und wechselnde Bedingungen einzufangen.
Wetter und Timing
Bestes Licht: Dieser Ort zeigt nach Südosten, in Richtung der aufgehenden Sonne im Winter, und kann auch bei Sonnenuntergang schöne Farben abbekommen. Die Kompositionsmöglichkeiten sind begrenzt, daher empfehle ich, ihn tagsüber zu erkunden, bevor du dich für einen Shoot bei Sonnenauf- oder -untergang entscheidest.
Bedeckte Tage: Dieser Ort funktioniert auch an einem bedeckten Tag gut, wenn strukturierte Wolken die Bewegung und die Muster im Wasser ergänzen.
Raues Meer: Wenn das Meer rau ist, brechen die Wellen dramatisch um die Felsen, was dir mehr dynamische Bewegung für den Vordergrund gibt. Allerdings ist dies ein exponierter Ort, also beobachte die Bedingungen von der Treppe aus sorgfältig, bevor du dich bei stürmischem Wetter ganz hinunterwagst.
Logistik
Kartenlinks: Ilhéu de Santa Cruz | Flughafenparkplatz
Was dich erwartet: Das ist kein touristisch hergerichtetes Ausflugsziel. Der Zugang erfolgt über eine schmale Steintreppe zu einer kleinen Felsplattform, und der Eingangsbereich ist etwas vernachlässigt und kann unangenehm riechen. Die Felsplattform selbst ist jedoch überraschend ruhig.
Zugang & Parken: Der Ort liegt so nah am Terminal, dass die nächste sinnvolle Parkmöglichkeit der P8-Flughafenparkplatz ist. Von dort aus ist es nur ein kurzer Weg zu den schmalen Stufen. Prüfe vor dem Besuch die aktuellen Parkgebühren am Flughafen, da es sich um einen Flughafenparkplatz und nicht um einen normalen Halt am Straßenrand handelt.
Sicherheit: Die Felsen sind rutschig und die Plattform ist schmal, also sei vorsichtig, wenn du nah am Wasser arbeitest.
São Vicente

São Vicente ist ein weitläufiger Ort an Madeiras Nordküste, der sich bis in die Berge hinaufzieht, mit terrassierten Gärten, die an beiden Seiten eines breiten Tals ansteigen. Hier kannst du Ausblicke auf ein breites, bewaldetes Tal erkunden, zusammen mit verstreuten Gebäuden, gestaffelten Hängen und Nebel, der um die Gipfel zieht. São Vicente wirkt bei dramatischem Licht fantastisch und bringt echte Vielfalt in deine Madeira-Bildsammlung.
Fotografischer Ansatz
Erkundung der Hänge: Die besten Fotoorte findest du in den Wohnvierteln an den Hängen, von denen aus du wunderschöne Ausblicke auf die baumbestandenen Berge hast. Fahre oder gehe die terrassierten Straßen hinauf, um einzigartige Aussichtspunkte über das zentrale Tal zu entdecken.
Der Aussichtspunkt an der Kapelle: Ein verlässlicher Aussichtspunkt ist die Capelinha de Nossa Senhora de Fátima. Diese kleine Kapelle an der Ostseite des Tals hat eine freie Aussichtsplattform über São Vicente und funktioniert am besten am Nachmittag, wenn das Licht von Westen kommt.
Objektivwahl: Du brauchst ein langes Objektiv, um von den Aussichtspunkten Details im Tal herauszulösen, während weitere Szenen mit einem 24-mm-Objektiv gut funktionieren. Ein Ultraweitwinkel ist hier weniger nützlich.
Wetter und Timing
Lass die Goldene Stunde aus: São Vicente ist kein guter Ort für Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang, weil die hohen Wände des Bergtals das Licht blockieren, wenn die Sonne tief steht.
Lichtstrahlen: Lichtstrahlen sind häufig, wenn Wolkenfetzen an den Bergen hängen, aber wähle deinen Standort so, dass du zur Sonne hin fotografierst. Am besten funktioniert das von der Kapelle am Hang gegen Mitte des Nachmittags.
Nutze die Bedingungen: São Vicente funktioniert gut an einem bedeckten Tag, und klarer Himmel erzeugt blauen Dunst um die Gipfel. Nutze den Ort, wenn die Bedingungen an der Küste zu wolkig für gutes Licht sind.
Logistik
Kartenlinks: São Vicente | Capelinha de Nossa Senhora de Fátima
Fotobasis: São Vicente ist gut mit dem Nordwesten und dem zentralen Tal verbunden, das quer über Madeira verläuft, und damit eine flexible Basis für eine Fotoreise.
Parken & Zugang: Die Einrichtungen konzentrieren sich nahe der Küste, wo das Parken einfacher ist, aber die meisten der besten Fotospots liegen höher im Tal. Du kannst vom Ortszentrum zur Kapelle hinaufwandern oder am Straßenrand parken, wobei die Straßen in den äußeren Vierteln schmal sind und das Parken schwierig sein kann. Die beste Option ist oft, sicher auf einem breiteren Straßenabschnitt weiter oben im Tal zu parken und dann zu Fuß in die Hügel weiterzugehen.
Porto Moniz

Porto Moniz ist der nördlichste Ort Madeiras und liegt auf einer kleinen Halbinsel unterhalb der hohen Klippen der Nordwestküste. Es hat eine schöne Uferpromenade mit fantastischen Ausblicken auf die Klippen und Felsnadeln im Wasser. Porto Moniz bietet gute Restaurants und Einrichtungen, und du kannst den Ozean vom Ortszentrum aus fotografieren, was den Ort besonders bei stürmischem Wetter bequem und unkompliziert macht.
Fotografischer Ansatz
Erkundung der Uferpromenade: Die Uferfront zieht sich um Porto Moniz herum, mit verschiedenen Motiven entlang der Küste nach Südosten und hinaus aufs Meer im Norden. Nimm dir Zeit, die unterschiedlichen Meerblicke rund um den Ort zu erkunden.
Die Küste rahmen: Porto Moniz verbindet die städtische Umgebung mit der natürlichen Küste, sodass du zwischen Elementen des Ortes und sorgfältig gerahmten, natürlicheren Szenen wählen kannst.
Gestaffelte Ansichten: Folge der Promenade nach Osten, um eine frische Perspektive entlang der Küste in Richtung der Felsnadeln bei Ribeira de Janela zu bekommen. Das ist ein fantastischer Ort für gestaffelte Kompositionen mit einem Teleobjektiv.
Wetter und Timing
Stürmische Bedingungen: An einem stürmischen Tag mit rauer See ist Porto Moniz der ideale Ort. Du findest sichere Stellen, um Wellen zu fotografieren, die gegen die Felsen schlagen, und kannst dich danach in einem Café aufwärmen.
Licht zum Sonnenaufgang: Die Meerblicke hier sehen während der satten Farben der Morgendämmerung großartig aus, und der Sonnenaufgang ist deutlich ruhiger. Abendlicht erreicht den Ort im Hochsommer, fällt aber im Winter hinter die Klippen, und am Ende des Tages sind immer mehr Besucher unterwegs.
Logistik
Kartenlinks: Promenade | Blick auf Ribeira da Janela
Zugang: Es gibt im Ort reichlich kostenlose Parkplätze, und du kannst Porto Moniz in weniger als zehn Minuten zu Fuß durchqueren. Das ist ein sehr einfacher Stopp an der Nordwestküste.
Potenzial als Basis: Porto Moniz bietet viele Einrichtungen und leichten Zugang zu großartigen Fotoorten im Nordwesten. Es ist eine nützliche Option für den Sonnenaufgang vor einem Besuch in Fanal und sollte als Fotobasis auf deiner Reise in Betracht gezogen werden.
Schwimmbäder: Ein Teil der Uferfront ist von öffentlichen Schwimmbädern belegt, für die ein Eintritt zu zahlen ist. Die Becken sind interessant zu besuchen, aber für die Fotografie keine Priorität.
Porto da Cruz

Porto da Cruz ist ein wunderschöner Ort mit einer großartigen Mischung aus Fotomöglichkeiten und Infrastruktur und damit einer meiner Lieblingsorte, um auf Madeira einen Nachmittag zu verbringen. Neben dem Ort gibt es eine riesige vulkanische Felsformation (Penha d’Águia), eine interessante Landzunge mit vorgelagerten Felsnadeln und fantastische Ausblicke auf die gestaffelten Klippen, die sich südlich des Ortes weiterziehen. Porto da Cruz ist der ideale Ort für eine gute Mahlzeit und einen entspannten Nachmittag mit abwechslungsreicher Fotografie.
Fotografischer Ansatz
Bester Bereich: Wenn du nur wenig Zeit in Porto da Cruz hast, folge dem Weg um die Landzunge für Ausblicke auf Penha d’Águia, die Felsnadeln, die felsige Küste und die hohen Klippen im Süden. Dieser kleine Bereich hat die dichteste Sammlung an fotografischen Motiven.
Fotoausrüstung: An diesem Ort kannst du jede Brennweite einsetzen, obwohl Weitwinkel auf der Landzunge am besten funktionieren, besonders für Vordergründe, die zu den Felsnadeln führen. Längere Brennweiten helfen dir, Details in der Küste herauszuarbeiten, und es lohnt sich, ein Stativ und Filter für Aufnahmen von fließendem Wasser an einem sonnigen Tag mitzunehmen.
Verlängere deinen Aufenthalt: In Porto da Cruz gibt es eine gute Auswahl an Restaurants und eine Rumdestillerie in Betrieb. Ich mag diesen Ort für einen entspannten Fototag, an dem man leicht für Kaffee oder Essen anhalten kann und es mit der Kamera wirklich viel Abwechslung zu entdecken gibt.
Wetter und Timing
Bestes Licht: Porto da Cruz zeigt nach Nordosten und blickt im Sommer in den Sonnenaufgang. Die Landzunge und die Felsnadeln sind am frühen Morgen großartige Motive, während das Dorf bei Sonnenuntergang im Schatten liegt.
Wetterbedingungen: Die Vielfalt der Motive rund um Porto da Cruz bedeutet, dass du bei jedem Wetter etwas zum Fotografieren findest, auch wenn einige der weiten Ausblicke auf die umliegenden Klippen gute Sicht brauchen.
Raues Meer: Die Aussichtspunkte an der Landzunge und am Wasser machen dies zu einem sicheren Ort, um das Meer bei stürmischem Wetter zu beobachten, und du kannst mit einem Teleobjektiv Wellendetails aus der Distanz festhalten.
Logistik
Kartenlinks: Landzunge und Felsnadeln
Zugang: In Porto da Cruz gibt es einen zentralen Parkplatz in Wassernähe, der in der Hauptsaison jedoch stark frequentiert sein kann; komm früh, um die ruhigste Zeit zum Erkunden zu erwischen. Du kannst das ganze Dorf und die Uferzone zu Fuß erkunden, und alle Fotomöglichkeiten liegen dicht beieinander.
Basis im Osten: Porto da Cruz ist gut mit Pico do Arieiro und Ponta de São Lourenço verbunden und damit eine brauchbare Basis im Osten. Es liegt weit entfernt von Fanal und dem Nordwesten, daher eignet es sich am besten, wenn du vorhast, auf Madeira an mehr als einem Ort zu übernachten.
Sicherheit: Sei vorsichtig, wenn du in der Nähe des Meeres auf der Landzunge rund um die Felsnadeln arbeitest. Die felsige Küste kann tückisch sein, und gelegentlich können starke Wellen dich überraschen.
Fotoorte auf Madeira entdecken

Madeira hat eine dichte Auswahl an Fotoorten, von Felsnadeln und vulkanischen Küsten bis zu Berggraten, Wasserfällen und uralten Wäldern. Die bekanntesten Orte sind aus gutem Grund beliebt, aber sie funktionieren am besten als Ausgangspunkte und nicht als vollständige Liste.
Einer der Vorteile beim Fotografieren auf Madeira ist, wie schnell sich die Bedingungen zwischen verschiedenen Teilen der Insel ändern können. Wenn die Berge in Wolken gehüllt sind, kann die Küste trotzdem Licht haben. Wenn eine Seite der Insel unspektakulär wirkt, kann es auf einer anderen Nebel, Wellen oder dramatische Himmel geben. Orte sind nur ein Teil der Gleichung, und manche der besten Lichtstimmungen tauchen an den unerwartetsten Stellen auf.
Für einen umfassenderen Leitfaden zum Fotografieren der Insel enthält mein Madeira-Fotografie-Reiseführer 50 Orte auf Madeira, mit detaillierten Karten, praktischen Hinweisen zum Zugang und Planungstipps, die dir helfen, das Beste aus den wechselnden Bedingungen der Insel herauszuholen.
Über den Autor

Ich bin Kevin Read, Fotograf und Reiseautor, und erstelle praktische Inhalte für Fotografen, die ihre eigenen Reisen planen. Meine Reiseführer und Artikel basieren auf eigener Recherche vor Ort und praktischer Fotografie, mit Tipps zu Licht, Bedingungen und Reiseplanung. Außerdem veröffentliche ich das kostenlose monatliche Foto- und Reisemagazin In The Frame.



Kommentare