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Wie man sich in den Dolomiten für Fotografie fortbewegt


Mountain range under a blue sky with scattered clouds. Rugged peaks and ridges, with varying shades of brown and gray, taken from Tre Cime di Lavaredo in the Dolomites.

Die lohnendsten Fotospots in den Dolomiten sind über Täler und Gipfel verteilt – du wirst verschiedene Verkehrsmittel kombinieren müssen, um alles zu erreichen, was du auf deiner Reise sehen möchtest.


Die Dolomiten verfügen über ein weit verzweigtes Netz aus Straßen, Wanderwegen, Seilbahnen und Bussen, doch kein einziges Verkehrsmittel bringt dich zu allen Orten, die du fotografieren möchtest. Um zur richtigen Zeit am richtigen Ort für das beste Licht zu sein, musst du die vorhandenen Möglichkeiten oft geschickt miteinander kombinieren – eine sorgfältige Planung ist entscheidend, um die besten Fotospots in diesen Bergen zu erreichen.



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Autofahren in den Dolomiten


Winding road leads through a mountainous landscape with the dramatic peaks of Sassolunga shrouded in clouds. Autumn foliage adds warm tones to this scene from the Dolomites.

Für die meisten Fototouren ist das Autofahren die einzige praktikable Möglichkeit, die besten Orte zu Sonnenaufgang und Sonnenuntergang zu erreichen. Manchmal musst du das Autofahren mit Wandern oder Seilbahnen kombinieren, um abgelegenere Plätze zu erreichen, doch ein eigenes Auto ist oft die einzige Möglichkeit, zu den besten Lichtstimmungen am Tagesrand zu gelangen.


Ein Auto mieten


In Italien ist es in der Regel unkompliziert und relativ günstig, einen Mietwagen zu buchen – an den größeren Flughäfen in der Nähe der Dolomiten hast du eine große Auswahl.


Direkt in den Bergen selbst gibt es weniger Mietwagenanbieter, daher solltest du das Mieten eines Autos bei deiner Reiseplanung frühzeitig berücksichtigen. Es kann sinnvoll sein, beispielsweise nach Venedig zu fliegen, wo die Auswahl an Mietwagen größer ist, bevor du den Rest der Strecke mit dem Auto zurücklegst.


Die meisten Mietverträge beinhalten lediglich eine Basisversicherung mit hoher Selbstbeteiligung, die manchmal mehrere Tausend Euro betragen kann. Der Abschluss einer Versicherung direkt bei der Autovermietung ist meist sehr teuer und sollte in deine Kostenkalkulation einfließen. Oft kannst du in deinem Heimatland eine Versicherung für die Selbstbeteiligung abschließen, sodass du im Schadensfall die Selbstbeteiligung zurückerstattet bekommst. Das kann die Mietkosten deutlich senken, aber prüfe sorgfältig, ob dein Mietwagen richtig versichert ist und du die Risiken verstehst.


Je nachdem, wo dein Führerschein ausgestellt wurde, benötigst du möglicherweise einen internationalen Führerschein, um in Italien ein Auto zu mieten (informiere dich bei deiner Behörde und der Autovermietung). Der häufigste Grund dafür ist, dass das Alphabet auf deinem Führerschein nicht mit dem im Reiseland verwendeten Alphabet übereinstimmt.


Straßen in den Dolomiten


Die Straßen in den Dolomiten sind gut ausgebaut und meist breit genug, dass zwei Fahrzeuge problemlos aneinander vorbeifahren können – einige Nebenstraßen sind jedoch schmaler und verfügen über Ausweichbuchten. Es gibt zahlreiche Serpentinen und steile Anstiege, aber die meisten Straßen sind mit Leitplanken gesichert und verlaufen nicht entlang ungesicherter Abhänge. Autofahren in den Dolomiten ist überwiegend entspannt und macht Spaß – nicht der Nervenkitzel, den manche Bergstraßen mit sich bringen.


Bergauffahrende Fahrzeuge haben Vorfahrt, und du solltest auf Radfahrer achten, denn die Region ist bei ihnen sehr beliebt. Verkehrsregeln und Parkverbote werden wegen des hohen Besucheraufkommens oft streng kontrolliert – halte dich daher an die Geschwindigkeitsbegrenzungen, fahre umsichtig und parke stets vollständig abseits der Fahrbahn.


Die meisten Straßen in den Dolomiten sind frei befahrbar, aber in der Hochsaison kann es zu Verkehrslenkungen kommen. Informiere dich daher vor jeder Fahrt zu beliebten Zielen.


Einige Orte sind in der Hauptsaison für den Privatverkehr gesperrt, die Zufahrt zu den Tre Cime di Lavaredo ist mautpflichtig, und viele Almen sind nur am frühen Morgen und späten Abend für Privatfahrzeuge zugänglich. Du musst nicht jede einzelne Regel kennen, aber es lohnt sich, die Route zu beliebten Orten während der Hauptsaison vorher zu recherchieren.


Fahrbedingungen


Jede Jahreszeit bringt eigene Herausforderungen für das Autofahren in den Dolomiten mit sich – berücksichtige diese Faktoren bei deiner Reiseplanung.


  • Sommer: Fast alle Straßen sind geöffnet und können sehr belebt sein. Autofahren ist dann die unkomplizierteste Art der Fortbewegung, aber achte an beliebten Orten auf Verkehrslenkungen und Einschränkungen.


  • Herbst: Im Herbst können die Bedingungen stark variieren, und ab Oktober kann bereits der erste Schnee auf den Straßen liegen. Fahrten in größere Höhen können bei schlechten Bedingungen anspruchsvoller sein, und die Straße zu den Tre Cime di Lavaredo wird bei Schnee oft gesperrt. Der Herbst bringt zudem heftige Stürme, die Bergstraßen zeitweise unpassierbar machen können.


  • Winter: Von Mitte November bis Mitte April gilt in den meisten Regionen rund um die Dolomiten eine Winterreifenpflicht. Zusätzlich musst du Schneeketten mitführen, auch wenn die Straßen frei sind. Manche Strecken sind bei bestimmten Bedingungen nur mit Schneeketten befahrbar, was durch entsprechende Schilder angezeigt wird; gelegentlich finden Polizeikontrollen statt.


  • Frühling: Auch wenn kein Neuschnee mehr fällt, bleiben manche Bergstraßen saisonal wegen Schnee gesperrt – oft bis Mai oder Juni, je nach Höhenlage und Wetter. Aktuelle Straßensperrungen findest du über lokale Verkehrsdienste oder Live-Verkehrsmeldungen auf Google Maps.


Parken in den Dolomiten


Die Parksituation in den Dolomiten ist unterschiedlich – in manchen Gegenden problemlos, in anderen schwierig. Im Osten findest du oft kostenlose Parkplätze und viele Stellflächen, sodass sich meist leicht ein Platz in der Landschaft findet. Im Westen hingegen gibt es in den meisten Dörfern nur sehr wenige öffentliche Parkplätze, und auf den Bergstraßen sind Ausweichmöglichkeiten rar.


Am schwierigsten ist das Parken in der Hochsaison – Parkplätze an Wanderwegen sind oft schon ab 9 Uhr morgens voll. Wenn du sehr früh für ein Sonnenaufgangs-Shooting ankommst oder im Herbst unterwegs bist, ist das Parken an den meisten Orten selten ein Problem. Fotografen sind oft früh unterwegs, aber für die beliebtesten Ziele in der Hauptsaison ist eine sorgfältige Planung ratsam.


Parke in den Dolomiten niemals illegal und achte darauf, das Auto vollständig von der Straße zu entfernen. Neben Umweltschäden und Verkehrsrisiken durch falsches Parken gibt es häufig Kontrollen, und Parken ist in der Hochsaison ein viel diskutiertes Thema.


Seilbahnen in den Dolomiten


Cable car ascends through mist beside rugged, gray cliffs. Overcast sky and fog create a mysterious atmosphere. Taken at Passo Pordoi in the Dolomites.

Um hochgelegene Fotospots in den Dolomiten zu erreichen, sind die zahlreichen Seilbahnen oft die beste Wahl. Sie können teuer sein (manchmal bis zu 50 Euro für eine Hin- und Rückfahrt), sind aber meist der effizienteste Weg, um schnell an Höhe zu gewinnen und den gewünschten Ort zu erreichen.


Seilbahnen in den Dolomiten schließen im Herbst, wobei jede ihre eigene Saison hat – das Saisonende liegt meist im September oder Oktober. Sie verkehren außerdem nur tagsüber, sodass es selten möglich ist, zum Sonnenaufgang vor Ort zu sein oder nach Einbruch der Dunkelheit zurückzufahren.


Eine gute Option für Fotografen ist es, nachmittags mit der Seilbahn auf den Berg zu fahren, den Sonnenuntergang zu fotografieren und anschließend im Dunkeln wieder hinunterzuwandern. Fast jede Seilbahnstrecke lässt sich auch zu Fuß gehen, aber der Weg ist oft lang und steil und kann vor allem vor Sonnenaufgang sehr anstrengend sein.


Wandern in den Dolomiten für Fotografen


Lago Limides in the Dolomites at sunrise with a calm lake reflecting peaks and trees. Sky is pink and purple, creating a serene, peaceful mood.

Die Dolomiten zählen zu den bedeutendsten Wanderregionen Europas, und du wirst auf unterschiedlich langen Wegen durch die Berge Tausenden anderen Besuchern begegnen. Auch wenn du dich auf Fotografie konzentrierst, wirst du oft wandern müssen, um die spannendsten Orte zu erreichen.


Achte bei der Planung deiner Shootings auf die Anforderungen der jeweiligen Wanderung. Die Streckenlänge ist weniger entscheidend als die zu überwindenden Höhenmeter – ein 4 km langer Weg mit 600 Höhenmetern ist deutlich anstrengender als eine 10 km lange flache Strecke. Viele großartige Ziele sind mit dem Auto erreichbar, aber einige erreichst du nur über eine lange, steile Wanderung durch die Dolomiten.


Um zum Sonnenaufgang vor Ort zu sein, musst du oft sehr früh starten und im Dunkeln wandern. Sorge für eine gute Stirnlampe, feste Wanderschuhe und passende Kleidung für plötzliche Wetterumschwünge. Wandern im Dunkeln dauert meist länger, und bedenke die Höhenlage der Dolomiten – plane ausreichend Pausen und Snacks ein. Plane für eine Wanderung zum Sonnenaufgang immer genug Zeitpuffer ein, damit du das beste Licht nicht verpasst.


Klettersteige sind eine weitere beliebte Möglichkeit, abgelegenere Teile der Dolomiten zu erkunden, und manche Orte sind nur über einen Klettersteig erreichbar. Das sind gesicherte Steiganlagen mit oft spektakulären Aussichten auf die Umgebung. Sie sind jedoch technisch anspruchsvoll und mit schwerer Fotoausrüstung nicht immer praktikabel. Wenn du Empfehlungen für Orte findest, die einen Klettersteig erfordern, brauchst du zusätzliche Erfahrung und spezielle Ausrüstung für eine sichere Begehung.


Öffentliche Verkehrsmittel in den Dolomiten


The church at Santa Maddalena  in the Dolomites against a hillside covered by autumn trees.

Wer in den Dolomiten nicht selbst fahren möchte, findet ein dichtes Busnetz vor, das Dörfer und Wanderwege in der ganzen Region verbindet. Im Westen ist das Netz meist besser ausgebaut, aber mit einer Kombination aus Bus und Wanderung erreichst du fast alle Ziele in den Dolomiten.


Öffentliche Verkehrsmittel schränken allerdings deine Möglichkeiten für Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangsfotografie ein. Die Fahrpläne wechseln je nach Saison, aber meist ist es nicht möglich, ländliche Gegenden rechtzeitig zum Sonnenaufgang zu erreichen oder nach Einbruch der Dunkelheit einfach zurückzukehren.


Es gibt zwei Hauptarten von Reisen, bei denen öffentliche Verkehrsmittel die beste Option sein können:


  1. Wenn du dich auf Wanderungen konzentrierst und eine Einweg- oder Mehrtagestour zwischen verschiedenen Orten planst, wird die Rückkehr zum Auto oft kompliziert. Busse in den Dolomiten halten häufig an Wanderwegen und erleichtern so die Planung von Strecken ohne Rückweg.


  2. Wenn du die höchsten Punkte der Berge erkunden und nachts für Astrofotografie draußen bleiben möchtest, sind Berghütten die beste Unterkunft. Dort brauchst du kein Auto und kannst eventuell mit öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen den Unterkünften wechseln.


Im Allgemeinen empfehle ich, ein Auto zu mieten, da dies ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und dir deutlich mehr Flexibilität bei der Erkundung verschafft.


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